Dubai hat kürzlich den Meilenstein von 4 Millionen Einwohnern erreicht. Im Jahr 2011 waren es erst 2 Millionen, was bedeutet, dass sich die Bevölkerung in nur 14 Jahren verdoppelt hat. Wenn dieses Tempo anhält, könnte die Stadt bereits 2032 5 Millionen Einwohner zählen und 2039 sogar 6 Millionen. Damit würde Dubai ihre eigene Wachstumsprognose aus dem Dubai 2040 Master Plan, das von 5,8 Millionen Einwohnern ausgeht, übertreffen.
Dieses schnelle Wachstum ist nicht neu. 1975 zählte Dubai noch keine 200.000 Einwohner, und 2002 wurde die Grenze von 1 Million durchbrochen. Seitdem ist die Stadt jedes Jahrzehnt um etwa eine Million Einwohner reicher geworden. Die Coronavirus-Pandemie sorgte kurzzeitig für einen Rückgang, als viele Expats ihren Job verloren und in ihr Heimatland zurückkehrten. Dennoch hat Dubai sich schnell erholt und bleibt ein beliebtes Ziel für internationale Fachkräfte und Unternehmer.
Die Kehrseite der Zahlen
Obwohl die Zahlen beeindruckend sind, wird diskutiert, wie genau sie die tatsächliche Situation widerspiegeln. Viele Menschen, die in der Statistik als Einwohner mitgezählt werden, wohnen in Wirklichkeit nicht Vollzeit in Dubai. Zum Beispiel Investoren, die nach dem Kauf einer Immobilie ein Goldenes Visum erhalten, aber im Ausland wohnen bleiben. Oder Arbeitnehmer, die ihre Familie sponsern, während diese Familie in einem anderen Land lebt. Daher liegt die Zahl der Menschen, die tatsächlich in der Stadt wohnen und zur lokalen Wirtschaft beitragen, wahrscheinlich deutlich niedriger.
Trotzdem kämpft Dubai mit typischen Problemen großer Städte wie Belastung der Infrastruktur, Wohnungsmangel und Staus. Die Regierung hat Pläne für den Bau von 243.000 neuen Wohneinheiten bis 2027 angekündigt, um die steigende Nachfrage zu bewältigen. Dennoch wird erwartet, dass die Mietpreise in diesem Jahr um etwa 10 % steigen werden. Da über 90 % der Einwohner aus dem Ausland stammen, bleibt Dubai trotz der Herausforderungen attraktiv für internationale Unternehmen und Talente.