Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern, in denen Trinkgeldgeben fast obligatorisch ist, wie zum Beispiel in den USA, ist die Trinkgeldkultur in Dubai und im Rest der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) viel entspannter.
Es ist meist keine Standarderwartung, wird aber sicher geschätzt. Dennoch ist es hilfreich zu wissen, wann, wie viel und wem man ein Trinkgeld in Betracht ziehen sollte.
Wo und wie viel gibt man Trinkgeld in Dubai?
- 1. Restaurants In Restaurants ist die Gabe von Trinkgeld nicht verpflichtend, aber üblich, wenn man mit dem Service zufrieden ist. Ein Trinkgeld von etwa 10 Prozent ist in Ordnung, und bei höheren Rechnungen kann man an 20 bis 50 AED denken (etwa 5 bis 12 Euro). Prüfen Sie immer, ob bereits eine Servicegebühr auf der Rechnung ausgewiesen ist, die manchmal schon inkludiert ist.
- 2. Reinigungskräfte und Haushaltshilfen Wenn Sie eine Reinigungskraft über eine App oder ein Unternehmen buchen, ist ein kleines Trinkgeld von 10 bis 20 AED (2,50 bis 5 Euro) pro Einsatz angemessen, insbesondere wenn die Arbeit gut erledigt wurde. Für feste Hilfe können Sie auch an einen monatlichen Bonus denken.
- 3. Autowäscher In Einkaufszentren oder Tankstellen werden Autos oft gewaschen, während Sie einkaufen. Ein Trinkgeld von 5 bis 10 AED (1,25 bis 2,50 Euro) ist üblich, wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.
- 4. Schönheitssalons Bei Friseuren, Nagelstudios oder Massagestudios gibt man in der Regel zwischen 10 und 30 AED (2,50 bis 7,50 Euro), abhängig von Dauer und Qualität der Behandlung. Es ist keine Verpflichtung, wird aber sicher geschätzt.
- 5. Lieferanten Egal ob es sich um Essen, Lebensmittel oder Pakete handelt, Lieferanten arbeiten oft in extremer Hitze. Ein Trinkgeld von 5 bis 10 AED (1,25 bis 2,50 Euro) macht einen echten Unterschied für sie. Viele Menschen geben dies lieber bar statt über die App, da Zweifel bestehen, ob digitale Trinkgelder tatsächlich beim Lieferanten ankommen.
Trinkgeld bar oder per App geben?
Es wird viel darüber diskutiert, ob Trinkgelder über Liefer-Apps wie Talabat, Deliveroo oder Careem tatsächlich beim Lieferanten ankommen. Viele Nutzer geben es daher lieber bar. Der Vorteil der Barzahlung ist die direkte Gewissheit, dass der Empfänger das Geld erhält. Eine extra Flasche Wasser oder eine Dose Limonade dazu wird auch oft geschätzt, besonders während der heißen Sommermonate.
Kein Trinkgeld = Kein Problem
Es ist wichtig zu wissen, dass Sie in Dubai nicht verpflichtet sind, Trinkgeld zu geben. Man wird Sie dafür nicht schief ansehen, wie in einigen anderen Ländern. Wenn Sie es sich nicht leisten können oder schlicht der Meinung sind, dass Unternehmen ihr Personal angemessen bezahlen sollten, ist es völlig in Ordnung, nichts extra zu geben. Aber wenn Sie mit dem Service zufrieden sind und etwas zurückgeben möchten, wird es sicher geschätzt.