8 wichtige Fragen beim Kauf von Off-Plan-Immobilien

Der Kauf von Off-Plan-Immobilien in Dubai oder Abu Dhabi kann attraktiv sein, birgt aber auch Risiken. Indem Sie die richtigen Fragen stellen, vermeiden Sie unangenehme Überraschungen. Hier sind acht entscheidende Punkte, die Sie vor der Vertragsunterzeichnung prüfen sollten.

Klären Sie genau, was im Preis enthalten ist

  1. Sind Pool und Aufzug enthalten? Viele Broschüren zeigen Villen mit Pool und Aufzug, doch in der Realität sind diese oft nur “vorgesehen”. Wenn Sie jedoch das Kleingedruckte lesen oder den Projektentwickler fragen, stellt sich häufig heraus, dass diese Komponenten optional sind. Fragen Sie explizit nach, ob sie tatsächlich gebaut werden.
  2. Wie groß ist die tatsächliche interne Wohnfläche? In Dubai wird in Broschüren oft die gesamte BUA (Built-up Area) angegeben, inklusive Terrassen, Balkone und Garagen. Fragen Sie nach, ob die angegebene Quadratmeterzahl auch wirklich nutzbarer Innenraum ist. In Abu Dhabi hingegen wird die GSA (Gross Saleable Area) verwendet, die nur den internen Wohnraum betrifft.
  3. Sind die Materialen aus den Renderings enthalten? Manchmal sieht man auf den Visualisierungen luxuriöse Oberflächen und teure Materialien, die jedoch nicht im Standardumfang geliefert werden. Sorgen Sie dafür, dass Sie schwarz auf weiß haben, was genau im Preis inbegriffen ist.
  4. Wer verwaltet die Community? In den Emiraten verwalten die Projektentwickler die Community meist selbst. Große Namen wie Emaar bieten oft einen guten Service, während kleinere Entwickler dies auslagern, was die Lebensqualität, Vermietbarkeit und den Wiederverkaufswert beeinträchtigen kann.
  5. Wie ist die Energieeffizienz und die Gebäudegesundheit? Die Energieanforderungen unterscheiden sich zwischen Dubai und Abu Dhabi. Fragen Sie nach dem minimalen Energielabel, insbesondere wenn Sie empfindlich auf Luftqualität oder chemische Stoffe in Farben reagieren. Dies sagt auch viel über die Qualität des Belüftungssystems und der Baumaterialien aus.

Achten Sie auf Zusatzkosten und Wiederverkaufsmöglichkeiten

  1. Ist das Haus für Smart-Home-Systeme vorbereitet? Ohne entsprechende Verkabelung in den Wänden kann die nachträgliche Installation intelligenter Systeme sehr teuer werden, da Wände aufgebrochen werden müssen.
  2. Wie hoch sind die Servicegebühren und was ist darin enthalten? Die Servicegebühren werden nicht von der Regierung, sondern vom Projektentwickler festgelegt. Wenn diese hoch sind und wenig abdecken, kann dies den Wert Ihrer Immobilie langfristig schmälern.
  3. Wie viel müssen Sie bezahlt haben, bevor Sie weiterverkaufen dürfen? Bei einigen Projekten dürfen Sie bereits nach einer Zahlung von 20 % weiterverkaufen, bei anderen erst nach 60 %. Je höher dieser Prozentsatz ist, desto schwieriger ist es, Ihren Vertrag zu verkaufen, wenn Sie selbst in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Dies kann zu “Distress Deals” führen, bei denen Verkäufer Verluste hinnehmen müssen.

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