Warum Hedgefonds Abu Dhabi London vorziehen

Der Finanzdistrikt von Abu Dhabi, das ADGM, verzeichnet ein starkes Wachstum. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der neuen Unternehmenslizenzen um 67 %, die Belegschaft wuchs um 17 % und das verwaltete Vermögen nahm um 33 % zu. Die Nachfrage nach Büroflächen ist so groß, dass das ADGM expandieren muss, ähnlich der früheren Erweiterung des DIFC in Dubai.

In London sieht das Bild völlig anders aus. Die Zahl der leerstehenden Büros steigt, und die HSBC hat angekündigt, ihren 45-stöckigen Turm im Canary Wharf im Jahr 2027 zu verlassen, wodurch sich ihre Bürofläche halbiert. Während das ADGM ein Wachstum des verwalteten Vermögens von 33 % verzeichnete, blieb London bei 3 % zurück, weit hinter dem S&P 500, der um 23 % stieg. Seit dem Brexit sind 40.000 Arbeitsplätze im Finanzsektor verloren gegangen, darunter viele Führungspositionen.

Die Trumpfkarten von Abu Dhabi

Abu Dhabi bietet Vorteile, die in London immer seltener werden: 0 % Einkommensteuer, ein auf englischem Common Law basierendes Rechtssystem, politische Stabilität und direkter Zugang zu Billionen von Kapital aus Staatsfonds. Die Zeitzone ist ein Vorteil für globale Strategien; Fachkräfte können nach UK-Zeiten arbeiten, aber den Tag später beginnen oder den Zeitunterschied nutzen, um früher auf asiatische Märkte zu reagieren.

Hinzu kommt, dass steuerliche Vorteile in London abgebaut werden und die Regulierung zunimmt, was es für vermögende Privatpersonen und Fonds weniger attraktiv macht. In Abu Dhabi hingegen herrscht eine vorhersehbare Politik ohne plötzliche Kurswechsel.

Es ist kein Zufall, dass große Namen wie BlackRock, UBS, Brevan Howard und BlueCrest sich dafür entscheiden, ihre Aktivitäten in die VAE zu verlagern oder auszubauen. Die Kombination aus steuerlichen Vorteilen, rechtlicher Sicherheit und strategischer Lage macht Abu Dhabi zu einem immer stärkeren Konkurrenten für traditionelle Finanzplätze wie London.

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