London galt jahrelang als einer der sichersten Orte für Immobilienbesitz. Dieses Bild ändert sich jedoch rapide. In Stadtteilen wie Kensington, Chelsea und Fulham sind die Immobilienpreise in den letzten drei Jahren gesunken, mit einem Verlust von 15 % in nur 12 Monaten.
Ausländische Käufer, die einst 8 % des Marktes ausmachten, sind nun nur noch für 1 % der Käufe verantwortlich.
Was hat sich geändert? Das Vertrauen in das Vereinigte Königreich hat abgenommen. Vermögenswerte wurden aus politischen Gründen eingefroren, der Non-dom-Steuervorteil wurde abgeschafft und die Grunderwerbssteuer (Stamp Duty) wurde erheblich erhöht.
Darüber hinaus unterliegen Kurzzeitvermietungen und freies Eigentum immer mehr Regulierungen, während die Kriminalitätsrate steigt.
Die Anziehungskraft von Dubai und der VAE
Gleichzeitig gewinnen die VAE, und insbesondere Dubai, an Beliebtheit. Die Steuerlast ist niedrig: keine Einkommenssteuer, keine Erbschaftssteuer und pauschal 4 % Kosten beim Immobilienkauf. Ausländer dürfen Wohnungen zu 100 % besitzen, Kurzzeitvermietungen sind uneingeschränkt erlaubt und die Sicherheit auf den Straßen ist außerordentlich hoch.
Diese Kombination macht Dubai für vermögende Privatpersonen attraktiv. Einige nehmen sogar Verluste beim Verkauf ihrer Londoner Immobilie in Kauf, da die Steuerersparnis durch einen Umzug in die VAE diesen Verlust mehr als ausgleicht. Für viele Familien spielen auch das Sicherheitsgefühl und die zunehmend hohe Qualität der Bildung eine entscheidende Rolle.
Damit bietet Dubai das Paket, das London einst hatte: Freiheit, Sicherheit und Wachstumspotenzial. Nun jedoch ohne die Hindernisse, die London im Weg stehen. Diese Kapitalverlagerung ist daher keine vorübergehende Delle, sondern ein struktureller Wandel darin, wie und wo Menschen ihr Vermögen anlegen.