Die EU streicht die VAE von der schwarzen Liste für Geldwäsche

Die Europäische Kommission hat bekannt gegeben, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nicht mehr auf der europäischen schwarzen Liste für Geldwäsche stehen. Diese Entscheidung folgt dem früheren Beschluss der Financial Action Task Force (FATF) im Jahr 2024, die VAE von der sogenannten “grauen Liste” zu streichen.

Für Investoren ist dies eine wichtige Entwicklung: Es stärkt das Vertrauen in die Region und eröffnet Möglichkeiten für mehr internationale Investitionen, insbesondere aus Europa.

Was bedeutet das in der Praxis?

Da die VAE nicht mehr als Hochrisikoland für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung gelten, können europäische Institutionen einfacher und mit weniger Kontrollen in das Land investieren.

Das bedeutet beispielsweise, dass Banken Transaktionen weniger streng überwachen müssen und institutionelle Anleger mehr Spielraum haben, um in den Immobilien- oder Technologiesektor in Dubai und Abu Dhabi einzusteigen.

Andere Länder kommen neu auf die Liste

Während die VAE von der Liste gestrichen wurden, sind Länder wie Monaco, Libanon und Venezuela hinzugekommen. Insgesamt gibt es nun 27 Länder, die von der EU als risikobehaftet eingestuft werden.

Die Europäische Kommission erklärte, dass die VAE klare Reformen umgesetzt haben, die ausreichten, um die Streichung zu rechtfertigen. Dennoch gibt es im Europäischen Parlament noch politische Diskussionen über diese Entscheidung.

Hintergrund der Kritik

Trotz der Streichung bleibt Kritik bestehen. Die Untersuchung “Dubai Unlocked” aus dem Jahr 2023 zeigte, wie die Stadt von gesuchten Kriminellen und sanktionierten Personen genutzt wurde, um Geld über Luxusimmobilien zu waschen.

Obwohl die VAE seitdem Änderungen vorgenommen haben, gibt es weiterhin Bedenken hinsichtlich Transparenz und Sanktionsumgehung, insbesondere durch russische Akteure.

Treten Sie der Diskussion bei

Compare listings

Vergleichen