In den Vereinigten Arabischen Emiraten, insbesondere in Dubai, betrachten viele Investoren Immobilien als langfristige Investition, vergleichbar mit Aktien. Anstatt ihr Kapital auf einem Bankkonto zu parken, entscheiden sie sich dafür, es in Immobilien anzulegen. Nicht unbedingt, um darin zu wohnen, sondern weil sie an eine Wertsteigerung der Anlage glauben.
Ein großer Vorteil von Immobilien in Dubai ist die Geschwindigkeit der Transaktion. Bei großen Projektentwicklern kann eine Wohnung innerhalb von 48 bis 72 Stunden gekauft und auf den Namen des Käufers eingetragen werden. Das ist extrem schnell im Vergleich zu Ländern wie Deutschland, wo der Verkaufsprozess Wochen dauern kann. Daher sehen viele Investoren Dubai als attraktiven Ort, um schnell in eine Investition einzusteigen oder sie zu veräußern.
Die Liquidität des Marktes macht Immobilien in der Region einzigartig
Genau wegen dieser Schnelligkeit bleiben Immobilien in Dubai beliebt, auch wenn viele Wohnungen einen Großteil des Jahres leer stehen. Sie sind Teil eines Investmentportfolios, ähnlich wie Aktien. Wenn der Wert steigt und plötzlich Geld benötigt wird, kann die Immobilie in Dubai relativ schnell verkauft werden.
Diese Liquidität ist selten. In Europa kann es Monate dauern, eine Immobilie zu verkaufen. In den VAE läuft dieser Prozess viel effizienter ab. Daher kommt es in Dubai manchmal zu sogenannten ‘Distress Deals’, bei denen Investoren ihre Immobilie zum Selbstkostenpreis oder sogar darunter verkaufen, einfach weil sie schnell an Geld kommen müssen. Besonders bei Off-Plan-Projekten, bei denen sich Käufer frühzeitig eingekauft haben, versuchen einige jetzt, ihre Position loszuwerden, weil sie zu viel Risiko eingegangen sind.
Dadurch wird die Sommerperiode spannend. Einige kleinere Anleger spüren den Druck zu verkaufen, während größere Akteure abwarten, um zum richtigen Zeitpunkt zuzuschlagen.